Verhalten bei einem herannahenden Gewitter - inline-skaten-koeln

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Verhalten bei einem herannahenden Gewitter

Tipps und Tricks




 

Verhalten bei einem herannahenden Gewitter

Weltweit werden pro Jahr Tausende von Menschen in ihrer Freizeit beim Fischen, Bootfahren, Wandern, Laufen, Biken, Campen oder Golfen vom Blitz getroffen, weil sie jedes Jahr immer wieder die gleichen Fehler begehen, indem sie sich nicht rechtzeitig, d.h. vor Ankunft des Gewitters, in Sicherheit bringen oder fälschlicherweise unter einzelnen Bäumen oder Baumgruppen Schutz zu suchen. Von Wasserzonen (Teich, Fluss) und von Gegenständen aus Metall (Zäunen und elektrischen Installationen) fernhalten.




Frühzeitig das Training abbrechen und schützenden Unterschlupf wie Autos, Gebäude, Schutzhütten aufsuchen.

Die 30/30 Regel
Die 30/30 Regel besagt, dass, wenn zwischen sichtbarem Blitz und hörbarem Donner weniger als 30 Sekunden vergehen, die Gewitterfront bereits die gefährliche 10-km-Grenze unterschritten hat (Schallgeschwindigkeit 330 m/Sek.) und sich Sportler deshalb in Sicherheit begeben sollten. Erst 30 Minuten nach dem letzten Donner kann Entwarnung gegeben werden kann.


 

Gefahr durch indirekte Blitzeinwirkung

Auch indirekt können Blitzeinschläge gefährlich werden, weil sich der Blitz von der Einschlagstelle sowohl im Boden als auch im Wasser in alle Richtungen ausbreitet. Aus diesem Grunde befindet man sich auch in grösserem Abstand vom Einschlagsort in einer Gefahrenzone, die mindenstens 20 m im Radius beträgt, aber auch weiter reichen kann. Auf der Erdoberfläche erzeugt der Blitzstrom zwischen den Füssen eine hohe Schrittspannung, wodurch Strom durch den Körper fliessen kann. Um die Schrittspannung so klein wie möglich zu halten, sollte man in der Hockestellung die Füsse unbedingt eng nebeneinander setzen.



Verhalten bei unmittelbarer Blitzeinschlagsgefahr
Ist kein sicherer Ort mehr erreichbar, besteht nur die Möglichkeit, sich in einer Geländemulde oder in einem Wald in mindestens 5 Meter Abstand zu Astspitzen in der Hocke auf den Boden zu kauern, die Füsse dicht nebeneinander und so lange zu warten, bis das Schlimmste vorbei ist. Auf keinen Fall sollte man sich flach auf den Boden legen.

Direkte Blitzeinwirkung und Blitzüberschlag Blitze treffen Menschen nicht nur direkt am Körper, auch in unmittelbarer Nähe eines Blitzeinschlages besteht Gefahr durch Blitzüberschlag oder durch Explosions- und Brandverletztungen. Deshalb sind Personen, die sich unter Bäumen, neben Masten oder in der Nähe von Aussenwänden befinden besonders gefährdet.


 

Vom Blitz getroffen - was ist zu tun?
Die sofortige Alarmierung und die Leistung der ersten Hilfe steht an erster Stelle, denn bis zu 10% der Blitzopfer sterben durch Herzstillstand oder Lähmung der Atemmuskulatur. Der Mythos, dass vom Blitz getroffene elektrisch geladen sind, ist falsch.
Medizinische Folgen eines Blitzschlags Ausschlaggebend ist, an welcher Stelle man vom Blitz getroffen wird und wo der Strom durch den Körper dringt. Der weitaus grösste Teil des Blitzstromes fliesst auf der Körperoberfläche und verursacht an den Ein- und Austrittstellen Verbrennungen. Nasse Kleider werden häufig aufgerissen. Strom- und Wäremeinwirkungen können in den durchflossenen Körperteilen und im Zentralnervensystem auch Schäden verursachen. Vor allem Gedächtnis-, Konzentrations- und Schlafstörungen sowie Seh- und Gehörstörungen sind bekannte Folgen eines Blitzschlages.
Gefährlicher sind vorübergehende Bewusstlosigkeit und vor allem Atem- und Herzstillstand mit Hirnschädigung sowie Schäden des Zentralnervensystems bei Stromfluss durch das Gehirn.
In falscher Sicherheit wähnt sich zudem, wer glaubt, dass das Benützen von Regenschirmen mit einem Fiberglas oder Kunststoffrohr die Blitzgefahr verringern könnte.

Typisch für Wärmegewitter mit Blitzaktivität sind gigantische Cumulonibus-Wolken, die sich wie Ambosse hoch bis in die Stratosphäre auf türmen.
Gewitter sind deshalb so unberechenbar, weil nicht jede Gewitterwolke auch eine Blitzaktivität aufweist und weil sowohl Ort als auch Zeitpunkt des ersten bzw. des nächsten Blitzeinschlages nicht berechenbar sind.
Der bis zu 100'000 km/sek (1/3 der Lichtgeschwindigkeit) schnelle und bis zu 33'000 Grad Celsius heisse Blitz erzeugt in einem Zeitraum von einer tausendstel Sekunde eine Spannung von bis zu 10 Mio. Volt und einen Strom von bis zu 200'000 Ampere.
Blitzströme können Gegenstände schmelzen oder so erwärmen, dass leicht entzündliche Stoffe in Brand geraten oder explodieren. Nimmt der Blitz seinen Weg durch feuchte Wände, Balken oder Bäume, entsteht schlagartig Wasserdampf, wodurch Dächer und Wände explodieren und ganze Bäume zerfetzt werden.
Blitze können bereits 10-15 km vor der eigentlichen Gewitterfront, auch bei "blauem Himmel" einschlagen. Viele Freizeitsportler sind sich dieser Gefahr nicht bewusst, indem sie glauben, dass heranziehende Gewitter erst dann gefährlich werden, wenn es aus den Wolken über ihren Köpfen regnet oder Blitze unmittelbar in der Umgebung einschlagen.

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